Erfolgreiche Typisierungsaktionen in Magdeburg, Stendal und Pömmelte

In den letzten Wochen fanden wieder erfolgreiche Typisierungsaktionen statt:

Am 2. Oktober kamen viele Hilfswillige in das Magdeburger Familien- und Jugendzentrum "Die Brücke", um einen Stammzellspender für Philipp Janz (24) zu finden.
Sechs Tage später – am 8. Oktober – ging es in der Stendaler Grundschule Nord hoch her: Typisierungsaktion für Ronny Gutzeit. Der 33-jährige leidet an akuter Leukämie.
Am 14. Oktober kamen Typisierungswillige in die Alte Schule von Pömmelte, um sich für die 42-jährige Susanne als möglicherStammzellspender registrieren zu lassen. Die Mutter des 5-jährigen Maximilian erkrankte im Juni an Leukämie.

Magdeburg: 398 neue Typisierungen

2. Oktober: Schon seit vielen Wochen hatten Freunde und Helfer bei Facebook, in Zeitungen, bei Radio SAW, über Mundpropaganda und Flyeraktionen auf den Typisierungstag aufmerksam gemacht. Auch Magdeburgs Oberbürgermeister Lutz Trümper unterstützte nicht nur die Hilfskampagne als Schirmherr, sondern kam auch in das Familien- und Jugendzentrum "Die Brücke". Ebenfalls anwesend: Die Fußballer des FCM. Sie gaben Autogramme, verkauften Trikots und sammelten Spenden für Typisierungen.
Gegen 16.45 Uhr ging die bewegende Veranstaltung zu Ende. Fazit: Unzählige Besucher, die sich informieren wollten, 398 Typisierungen und 3100 Euro Spenden an diesem Tag für weitere Typisierungen. Insgesamt wurden über 10000 Euro gespendet. Dafür vielen Dank.

 

Transplantation bei Philipp bereits Ende 2016

Ein großer Erfolg.
Nur zwei Wochen später postete Philipp dann bei Facebook:Hallo ihr Lieben,
Ich möchte euch persönlich mitteilen, das ein potenzieller Spender für mich gefunden wurde und die Transplantation Ende 2016 beginnt, falls nichts schiefgeht.
Obwohl ein Facebook Post nicht dem gerecht wird, was ich fühle und und wie dankbar ich bin, möchte ich trotzdem auf diesem Wege DANKE sagen..
Mein DANK geht an alle Freunde, Bekannte und Unbekannte für eure wahnsinnig tolle Unterstützung. Ob die super vielen Typisierungen an einem klasse organisierten Aktionstag oder auch die großzügigen Sach-und Geldspenden , mit denen ihr die Aktion alle wahr werden lassen habt.
Meine Familie, meine Freundin und Ich sind im Herzen berührt über das Engagement, die Empathie und die Aufoperung eines Jeden von euch ❤️
In ewiger Dankbarkeit - Philipp ❣️

Auch in Stendal wollten viele helfen

Schon lange vor dem eigentlichen Beginn um 10 Uhr bildeten sich lange Schlange vor der Grundschule Nord in Stendal. Gesucht wurde ein Stammzellspender für Ronny Gutzeit (33). Der Vater von zwei Kindern hatte im August die schlimme Diagnose – Blutkrebs – erhalten.
"Das war ein Schock", erinnert er sich. Er liegt seit über acht Wochen in der Magdeburger Uniklinik, war aber extra zu der Typisierungsaktion nach Stendal gekommen.
Mit Unterstützung der Schule – hier lernen Ronnys Kinder, Milow (6) und Chelsea (10) sowie Ehefrau Stephanie und den Arbeitskollegen von Ronny wurde Werbung gemacht, Flyer verteilt und bei Facebook auf den Spendentag aufmerksam gemacht.
Er wurde ein großer Erfolg: 585 Typisierungen in sechs Stunden! "Eine tolle Resonanz", sagt der Magdeburger Uni-Arzt Dr. Andreas Parkner, der für die Einträge in die Knochenmarkspendedatei zuständig ist. Er war an diesem Tag für die gesamte Typisierungsaktion verantwortlich.
Beeindruckt von der Hilfsbereitschaft der Stendaler – unter anderem waren auch der Leichtathletikverein Tangermünde und der Stendaler Kraftsportler Oliver Beck mit seiner Initiative "Stark fürs Leben" mit dabei – sagteb Ronny Gutzeit: "Ich weiß, dass die Wahrscheinlichkeit sehr gering ist, dass ein geeigneter Stendaler als Stammzellenspender für mich dabei ist. Aber es gibt auf der Welt noch tausende anderer Betroffener, deshalb ist jede Typisierung so wichtig."

51 Registrierungen in Pömmelte

Von 10 bis 16 Uhr stanen in der Alten Schule Pömmelte die Türen offen. Als die Eltern von Susanne, Karin und Kurt Meier, von der Krankheit ihrer Tochter erfuhren, steckten sie nicht den Kopf in den Sand, sondern stürzten sich in Arbeit, um zu helfen.
Erst informierten sie sich über die Krankheit, dann organisierten sie die Registrierungsaktion. Dafür hängten sie in der Region überall Plakate auf, verteilten Flyer und baten um Spenden.
Und sie kümmerten sich liebevoll um ihren Enkel Maximilian, da seine Mutter in dieser Zeit eine Chemothetrapie in der Magdeburger Uniklinik machte und Vater René berufstätig ist.
Dann war es soweit: Am 14. Oktober öffnete die Alte Schule Pömmelte ihre Pforten für die Typisierungsaktion, an der viele Fraeun und Männer teilnahmen, um Susanne vielleicht helfen zu können.
51 Typisierungen wurden von den Schwestern und Ärzten durchgeführt.
Auch hier ein herzlicher Dank an alle, die gekommen sind, um sich typisieren zu lassen. 

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